Freitag, 3. August 2007

Umfragen, Umfragen ...

Was der GBN hier für die Großen aufzeigt,
gibt es vom DAV (Forum Junge Anwaltschaft) auch für Anwälte wie mich.

Hatte ich heute in der Briefpost:

Und nicht per Internet, die JUVE es vorzieht. Junganwälte können sich Internet schließlich nicht leistenn ...

Kommentare:

Janner hat gesagt…

Die Idee eines Pendants gefällt mir.
Da Fragen ausdrücklich erwünscht sind:
Auf einer Skala von 1 bis 10. Wie schwer würden Sie im Nachhinein den Weg in Ihre Selbstständigkeit bewerten? Eingegrenzt auf die Zeit zwischen dem 2. Staatsexamen und dem Zeitpunkt, als sich die Kanzlei finanziell selbst tragen konnte?

Und bedenken Sie:
Chancen sehen im Nachhinein immer größer aus als vorher...

exklka hat gesagt…

An janner:
Es ist, wie Sie sagen: Hinterher erinnert man sich nur an die schönen Dinge. Tatsächlich kann ich mich aber auch an Situationen erinnern, in denen ich doch extreme Existenzsorgen hatte, nicht wusste, wie ich Weihnachtsgeschenke für die Kinder kaufen sollte, etc. Wenn 1 ganz schwer und 10 ganz leicht ist, würde ich so 2 bis 3 sagen. Die Kanzlei habe ich sofort nach dem Staatsexamen gegründet. "Selbst getragen" hat sie sich mit dem Jahresabschluss 2005 nach 3 Monaten. Das Ergebnis des Rumpfjahres waren 4 Euro und ein paar Cent Gewinn. Also nichts, wovon man leben könnte, das ging zu diesem Zeitpunkt nur vom Ersparten.

Die Chancen sahen für mich übrigens auch objektiv gut aus, aber dazu schreibe ich später einen kleinen Beitrag.

Janner hat gesagt…

Besten Dank für die Einschätzung!

Darf ich die Frage nach der derzeitigen, durchschnittlichen Wochenarbeitszeit anschließen?

Gruß

exklka hat gesagt…

Auch die Frage ist recht:

In der Regel von morgens 7 bis abends 7. Ab und zu auch ein bisschen am Wochenende.

Diese Woche war ich erkältet, da habe ich mich auf vier Stunden am Tag beschränkt.

Ich denke, so 55 Stunden dürften realistisch sein. Allerdings putze ich zu wenig und räume zu wenig auf.

Lionel Hutz hat gesagt…

Mich würde - wenn nicht zu indiskret, aber der Blog ist ja anonym - zur Ergänzung noch interessieren, ob die Selbstständigkeit in dieser Form eine "Überzeugungstat" war oder ob es Alternativen wie Einstieg in eine bestehende Sozietät (muss ja keine Großbude sein) nicht gab (z.B. wegen Noten, das Feld im Umfrageformular ist ja auch leer oder aubeuterische Konditionen seitens der Kanzleibetreiber oder, oder).

Zum eigenen Hintergrund: Ich hatte fast freie Wahl, Justiz wollte ich nach Gespräch mit dem Personalreferenten nicht, Großbude wollte ich nicht so sehr, eigene Kanzlei hätte ich mich wirtschaftlich nicht getraut. Bin dann - erst mehr aus Neugier - in-house gelandet und recht zufrieden mit der Wahl.

exklka hat gesagt…

Das ist eine längere Geschichte, welche einen eigenen Beitrag bekommt. Kurz zusammengefasst: Eigentlich war es anders geplant, schließlich aber folgerichtig und aufgrund der Umstände die richtige Entscheidung. Die Examensnoten habe ich bewusst wieder gestrichen, vielleicht ergibt sich ja eine lustige Diskussion daraus. Die Note ist mir aber auch nicht wichtig. Mal kurz zu den anwaltlichen "Examensfähigkeiten:" Schriftliches Examen: Befriedigend. Mündliches Examen: Gut. Praktisch wurde ich mit einem "suchen Sie sich die Note aus" bewertet, nachdem ich in meiner Referendarszeit ca. 400 Akten weggearbeitet habe.